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Melanzani, Eierfrucht oder Aubergine

 

Die leckere Beere aus der Familie der Nachtschattengewächse wurde schon vor rund 4.000 Jahren in Indien angebaut und von den Arabern nach Europa gebracht. Egal, die Hauptsache, sie ist frisch, egal auch welche Form, ob länglich-oval, rund, ob dunkelviolett, grün-weiß, gestreift oder gepunktet: die Aubergine. Leider genießt sie in manchen Haushalten kein gutes Image, weil sie angeblich nach nichts schmeckt und – falsch zubereitet – fettig sei.

Dass das natürlich nicht stimmt, möchte ich Ihnen heute beweisen, auch wenn die Aubergine schon so etwas wie ein kleiner Einzelgänger ist. Zumindest wenn sie darauf wartet zubereitet zu werden. Sie mag das ausdampfende Ethylen-Gas von Obst nicht und mit Tomaten und Avocados zusammen hat sie es auch nicht so gerne. Also immer schön alleine aufbewahren. Nicht zu lange – innen muss das Fruchtfleisch weiß sein und außen soll die Schale keine Flecken aufweisen. Prall und glänzend und quietschen wie ein Delphin, wenn man sie reibt und drückt, heißt es.

Zuzubereiten ist die Aubergine ganz einfach: in 1 cm Scheiben geschnitten und mit etwas zerdrücktem Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl bepinselt (oder beträufelt, aber nicht begossen!), wandert sie in Südeuropa einfach auf den Grill. Das funktioniert bei schlechtem Wetter selbstverständlich auch in der Pfanne oder gar im Ofen bei 180° C. Wer seine Portion nicht vollends schafft, kann das Grillgemüse im Anschluss mit feinem Olivenöl benetzen und am nächsten Tag die gemischte Vorspeise vom Italiener servieren.

Oder sie backen die ganze Aubergine im Ofen bei 180° C für ca. 1 Std. (die Aubergine zuvor mit einem spitzen Messer mehrmals einstechen), ziehen ihr die Haut ab und mixen das Fruchtfleisch mit 1 EL Zwiebelwürfelchen, 1 ½ Knoblauchzehen, dem Saft einer Zitrone, 1 Bd. glatter Petersilie, Salz, Pfeffer und ca. 5 EL Olivenöl auf. Schon haben Sie den griechischen Melitzanosalata, der auch in Kleinasien und Arabien lecker auf frischem Weiß- oder Fladenbrot schmeckt. 

Die Kombis mit Aubergine sind zahllos und lecker zugleich: so geht Aubergine liebend gern mit Chili, Ingwer, Muskat, Lamm, Paprika, Tomate, Walnuss, Weichkäse (Mozzarella) und natürlich Knoblauch.

Ich mache ganz gerne zu Fleischgerichten Auberginen-Pommes. Die sind einfach herzustellen, schmecken lecker und erfreuen jeden Pommes-Fan – halt viel gesünder als das Original. 2 Auberginen waschen, trockentupfen und in fingerbreite Stücke (Pommes-Größe) schneiden. Die Auberginen-Stücke sofort in 500 ml Milch mit dem Saft ½ Zitrone einlegen und 30 min. darin marinieren lassen, hin und wieder wenden. Dann die eingelegten Auberginen-Stücke herausnehmen, salzen und in 150-200 g Polentagrieß „panieren“. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Dann im auf 220° C Umluft vorgeheizten Ofen 15-20 min. goldbraun backen. Damit werden Sie Ihre Gäste begeistern.

 

 

Mille-Feuille von der Aubergine:

4 Auberginen längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen, auf ein Backblech legen und 20 min ziehen lassen. Mit Olivenöl bepinseln und bei 180 Grad im Ofen 15 min garen. 2 Zucchini in Scheiben schneiden mit Olivenöl, 2 geriebene Knoblauchzehen, 1 TL Thymianblättchen, Salz, Pfeffer in einer Pfanne leicht bräunen. 100 g Spinat waschen und mit 10 Blatt Basilikum, 3 geriebenen Knoblauchzehen mit etwas Olivenöl in der Pfanne zusammenfallen lassen. 4 Tomaten in Scheiben schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. 250 g Frischkäse in Stücke portionieren. Jetzt das Mille-Feuille schichten: Aubergine, Basilikum-Spinat, Zucchini, Ziegenkäse, Tomaten, usw. Im Ofen bei 180 Grad 15 min auf einem mit Backpapier belegtem Blech backen. Zum Servieren mit 6 fein geschnitten, getrockneten Tomaten oder frischen Kräutern bestreuen.